Schon in der Mitte des 19. Jahrhunderts begannen sich wohlhabendere Stadtbewohner nach dem Land zu sehnen: Wer es sich leisten konnte, baute sich ein Sommerhaus im Grünen. Wo es in der Stadt oft eng, laut und nicht sehr hygienisch zuging, lockte das Land mit guter Luft, weitem Blick und himmlischer Ruhe. So auch in München: Der Starnberger See wurde bereits im 15./16. Jahrhundert von wohlhabenden Münchner Patriziern entdeckt, bald danach erschienen schon die ersten Reiseführer, die auf eine der landschaftlich attrakivsten Gegenden Bayerns aufmerksam machten.
Der Münchner Kaufmann Angelo Knorr war einer der ersten, der in Niederpöcking am Starnberger See ein großes Grundstück erwarb. Seine Freunde – allesamt wohlhabende Münchner Bürger – folgten ihm, und es entstand innerhalb von nur drei Jahren ein geschlossenes Ensemble von großen Grundstücken mit wunderschönen Villen am Ufer des Starnberger Sees.


