Die Location ist gefunden, die Gästeliste wächst und auf dem Handy sammeln sich immer mehr Bilder von Kleidern, Blumen, Papeterie und Tischdekoration. Doch bevor die eigentliche Hochzeitsplanung Fahrt aufnimmt, lohnt sich ein Gespräch über Dinge, die auf keinem Moodboard zu finden sind: Was wünschen wir uns eigentlich von unserem Hochzeitstag? Wie viel möchten wir ausgeben? Und wie gehen wir damit um, wenn Eltern, Freunde oder Verwandte ganz andere Vorstellungen haben?
Wir haben unterschiedliche Vorstellungen von unserer Hochzeit – was nun?
Der eine träumt von einer großen Feier mit Tanz bis in den Morgen, die andere von einer kleinen Landhochzeit mit Familie und engsten Freunden. Unterschiedliche Vorstellungen sind keine schlechte Voraussetzung für eine Hochzeit – solange man darüber spricht.
Statt sofort nach dem Kompromiss zu suchen, sollte jeder zunächst überlegen: Was ist mir an diesem Tag wirklich wichtig? Vielleicht geht es gar nicht um die Anzahl der Gäste oder um die Art der Location, sondern um das Gefühl dahinter: ausgelassen feiern, Zeit miteinander verbringen, Familie zusammenbringen oder einen außergewöhnlichen Tag erleben?
Ein guter Anfang: Jeder nennt drei Dinge, die bei der Hochzeit unbedingt dazugehören sollen – und drei, auf die er problemlos verzichten könnte. Oft entsteht daraus bereits ein erstaunlich klares gemeinsames Bild.
Wie viel Einfluss dürfen Eltern und Familie auf die Planung nehmen?
Kaum eine Hochzeit wird nur von zwei Menschen geplant. Eltern haben Vorstellungen, Geschwister geben Tipps und Freundinnen schicken Inspirationen. Das kann hilfreich und schön sein – manchmal aber auch zu anstrengenden Konflikten führen.
Entscheidend ist, dass sich das Brautpaar zunächst selbst darüber einig ist, welche Punkte verhandelbar sind und welche nicht. Wer gemeinsam eine klare Linie gefunden hat, kann auch nach außen leichter Grenzen setzen.
Dabei muss es keineswegs heißen: „Mischt euch nicht ein.“ Viel schöner ist es, Familie dort einzubeziehen, wo Unterstützung tatsächlich willkommen ist – vielleicht bei der Auswahl der Torte, beim Probeessen, bei kleinen DIY-Projekten oder bei einer Tradition, die beiden etwas bedeutet, und die vielleicht sogar ursprünglich von einem der Elternpaare stammt.